Offensive
Gesundheit

  Mehr von uns, besser für alle

Wer wir sind

Corona hat uns gezeigt, wie wichtig ein gut ausgebautes Gesundheits- und Pflegesystem ist. Arbeiterkammer, Gewerkschaften und Ärztekammer haben sich zur Offensive Gesundheit zusammengeschlossen, um die Zukunft der Versorgung in Gesundheit und Pflege zu sichern. Gemeinsam vertreten wir mehr als 400.000 Beschäftigte in den unterschiedlichsten Bereichen des Gesundheitswesens. Unsere Hauptforderungen sind: mehr Personal, bessere Arbeitsbedingungen und eine attraktive Ausbildung! Unser Ziel: Ein krisenfestes und zukunftssicheres Gesundheits- und Pflegesystem. Mit der „Roadmap Gesundheit 2020“ haben wir Herbst Gesundheitsminister Rudolf Anschober Umsetzungsvorschläge dafür übergeben. Jetzt muss die Politik handeln!

41.000

Bis 2030 werden rund 41.000 Pflegekräfte in Pension gehen.

152.000

152.000 Menschen arbeiten in Pflegeberufen. Bis zum Jahr 2030 werden rund 76.000 zusätzliche Pflegekräfte benötigt.

950.000

Es gibt 950.000 pflegende Angehörige in unserem Land. Davon sind rund 300.000 berufstätig.

130.000

Über 130.000 Menschen in Österreich sind von einer Demenzerkrankung betroffen. Diese Zahl wird sich bis 2050 mehr als verdoppeln

Was eine umfassende Reform der Pflege braucht

  • Personal
  • Arbeitsbedingungen
  • Ausbildung
  • Weiterentwicklung
  • Investitionen
  • Versorgungssicherheit

Corona-Infektion als Berufskrankheit

Eine Infektion mit SARS-CoV-2 kann unter bestimmten Umständen als Berufskrankheit eingestuft werden.
Verdachtsfälle, das heißt Fälle, in denen ein positiver Labortest auf COVID-19 (SARS-CoV-2) vorliegt und
der Verdacht auf einen beruflichen Zusammenhang gegeben ist, müssen beim Unfallversicherungsträger gemeldet werden. Dieser beurteilt, ob eine Berufskrankheit vorliegt. Ist dies der Fall, erhalten Betroffene umfassende Versicherungsleistungen wie die Kostenübernahme für medizinische und berufliche Rehabilitationsmaßnahmen (z. B. Umschulungen, Ausbildungen usw.). Bei einer Minderung der Erwerbsfähigkeit von mindestens 20 Prozent besteht auch ein Anspruch auf eine Versehrtenrente. Mehr Infos und das Meldeformular finden Sie hier.

Bericht der Taskforce Pflege

Die Pandemie verschärft die Herausforderungen in der Gesundheitsversorgung und im Langzeitpflegebereich massiv. Wir begrüßen, dass sich die Regierung gemeinsam mit der Taskforce Pflege zu ersten Zielen durchgerungen hat. Das Strategiepapier der Taskforce Pflege beschreibt 17 Ziele und 63 Maßnahmen aus fünf Themenfeldern zur Aufrechterhaltung eines krisenfesten und praxisnahen Gesundheits- und Pflegesystems in Österreich. Worten müssen nun rasch Taten folgen! Von Berichten und Papieren allein ändern sich die Arbeits- und Ausbildungsbedingungen der Beschäftigten nicht. Taskforce Pflege: Ergebnisbericht

Was muss sich ändern?

MEHR PERSONAL für den Gesundheits- und Pflegebereich: Die Aufstockung nach verpflichtenden, einheitlichen und evidenzbasierten Kriterien ist nur eine Forderung von vielen

BESSERE ARBEITSBEDINGUNGEN für das gesamte Gesundheitspersonal in Österreich! Unterschiedliche Bedürfnisse brauchen moderne Arbeitszeitmodelle

OFFENSIVE in der AUS- UND WEITERBILDUNG: Mehr und attraktive Ausbildungsplätze, moderne Lehrpläne, einfacherer Zugang zu verpflichtenden Weiterbildungen

Für ein schlagkräftiges Gesundheits- und Pflegesystem


1.) Einheitliche Personalbedarfsberechung

Wir fordern bundesweit einheitliche Personalbedarfsberechnungsmethoden für alle Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen. Sie müssen mit Augenmaß, verbindlich und vor allem unter Einbindung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter festgelegt werden. Nur mit qualitativen Personalberechnungsmethoden können die Sicherheit der PatientInnen sowie die Qualität der pflegerischen Versorgung gewährleistet werden.

2.) Aus- und Weiterbildung

Es braucht eine Offensive in der Aus- und Weiterbildung. Nur damit kann mittel- und langfristig sichergestellt werden, dass ausreichend Fachpersonal ausgebildet wird und die Patientinnen und Patienten gut betreut werden können.

3.) Wertschätzung des Gesundheitssystems

Nur mit qualitativen Personalberechnungsmethoden können die Sicherheit der PatientInnen sowie die Qualität der pflegerischen Versorgung gewährleistet werden.

Wer eine Branche attraktivieren will, muss Gehälter erhöhen und Arbeitsbedingungen verbessern. Wer den Personalnotstand von morgen bekämpfen will, muss die Beschäftigten von heute wertschätzen und jetzt handeln.

Mitglieder der Steuerungsgruppe Offensive Gesundheit

Wolfgang Weismüller

offensivegesundheit@aekwien.at

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